Seit Oktober 2021 können gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz heiraten. Was das rechtlich bedeutet, ist klar. Was es emotional bedeutet – das ist eine andere Geschichte. Und genau darum geht es bei einer freien Trauung.
Die Ehe für alle ist mehr als Papier
Für viele gleichgeschlechtliche Paare bedeutet die Möglichkeit zu heiraten nicht nur rechtliche Absicherung. Es bedeutet Anerkennung. Sichtbarkeit. Den Moment zu sagen: Diese Liebe ist genauso real, genauso gültig, genauso feiernswert wie jede andere.
Und genau dieser Moment verdient eine Zeremonie, die das widerspiegelt. Keine Kirche, die zögert. Kein Pfarrer der muss. Sondern jemand, der diese Liebe feiert – ohne Wenn und Aber.
Was mich daran bewegt
Ich war bei Trauungen dabei, die das erste Mal in der Geschichte einer Familie stattgefunden haben. Wo die Eltern nicht sicher waren ob sie kommen. Und dann doch kamen. Und weinten.
Ich glaube: Jede Liebe die füreinander einsteht, verdient denselben Rahmen. Ohne Ausnahme. Ohne Vorbehalt. Das ist nicht politisch für mich. Das ist menschlich.
Was bei mir anders ist
Bei mir bestimmt ihr. Wie ihr angesprochen werden wollt. Welche Pronomen. Welche Traditionen ihr übernehmen wollt und welche nicht. Ob beide Braut sind, beide Bräutigam, oder etwas ganz eigenes.
Ich passe die Sprache an euch an – nicht euch an die Sprache. Selbstverständlich. Ohne Diskussion. Ohne Nachfragen warum.
Was ich euch mitgeben möchte
Plant eure Zeremonie so, wie sie zu euch passt. Nicht wie andere Hochzeiten aussehen. Nicht wie es «gemacht wird». Euer Ja ist einzigartig. Eure Geschichte ist einzigartig. Eure Zeremonie darf das sein.
Wenn ihr jemanden sucht, der das versteht und feiert – schreibt mir.
Eure Liebe. Eure Zeremonie. Genau so wie ihr seid.
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